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Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)

Bei der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) wird der Mineralsalzgehalt der Knochen gemessen. Hierfür setzt man verschiedene Verfahren und Geräte ein. Gemeinsamkeit der Verfahren ist die Verwendung von Strahlen (Röntgenstrahlen oder Ultraschallwellen), die den Knochen durchdringen. Da die Strahlen eine bestimmte Intensität haben, wird abhängig von der Dichte des Knochens die Intensität stärker oder geringer abgeschwächt. Diese Abschwächung wird gemessen und das Messergebnis mit einem Normwert verglichen.

Die Knochendichtemessung wird zur Abklärung einer Osteoporose (Knochenschwund) durchgeführt. Ziel ist es, die Erkrankung sicher zu erkennen, da die Osteoporose ein großes Risiko für Knochenbrüche darstellt. Durch die frühzeitige Vorbeugung und Behandlung der Erkrankung lässt sich die erhöhte Gefahr für Knochenbrüche deutlich senken.

Ziele der Knochendichtemessung sind:

1. die Überprüfung, ob eine niedrige Knochendichte vorliegt (T-Wert < -2,0) und damit die Basis der Definition der Osteoporose und ggf. einer spezifischen medikamentösen Therapie gegeben ist (A).

2. die Erfassung des Ausmaßes der Knochendichteerniedrigung. Dies ist wiederum wichtig für die Abschätzung des individuellen Frakturrisikos und der damit verbundenen Empfehlungen der therapeutischen Maßnahmen.

Das empfohlene Standardverfahren zur Knochendichtemessung ist die Osteodensitometrie mittels der „Dual-X-Ray-Absorptiometrie“ (DXA) an der Lendenwirbelsäule und am proximalen Femur.

An der Lendenwirbelsäule wird der mittlere T-Wert derjenigen Wirbel von L1-L4 ermittelt, an denen eine artefaktarme Messung möglich ist. Am proximalen Femur ist der T-Wert der Gesamtfemurregion („Total Hip“) für die Risikobeurteilung am besten geeignet (A-D).

Für die Schätzung des 10-Jahres-Frakturrisikos in der DVO-Leitlinie wurde der niedrigere der beiden T-Werte der DXA-Messungen an der Lendenwirbelsäule und am Gesamtfemur zugrundegelegt.

Als Referenz der Frakturrisikoberechnung wurden für den proximalen Femur die T-Werte der NHANES-Datenbasis zugrundelegt. Als Referenz für die Lendenwirbelsäule wurden die T-Werte der Datenbasen der DXA-Herstellerfirmen zugrundegelegt. Ein T-Wert von -2,0 entspricht etwa einem T-Wert von -2,5 in den älteren Therapiestudien.

Andere Methoden, Normwerte, Messbereiche oder Vorgehensweisen der Bestimmung der Knochendichte sind allenfalls bedingt auf die nachfolgende Risikoabschätzung übertragbar.

Quantitative Ultraschallverfahren (A-D) und Knochendichtemessverfahren außerhalb der DXA-Standardverfahren an der LWS und am Proximale Femur (A-D) können ebenfalls Aussagen zum Frakturrisiko machen. Während die Messung der Knochendichte mit DXA zum absoluten Frakturrisikos und zur Beurteilung der medikamentösen Risikoreduktion Aussagen macht, ist letzteres für den Ultraschall nicht untersucht worden. Vor Beginn einer medikamentösen Therapie ist daher bis auf Ausnahmen bei einem mittels Ultraschallmessung und/oder zusätzlichen Risikofaktoren ermittelten hohen Gesamtrisiko für Frakturen die Messung der Knochendichte mit der DXA-Methode derzeit nicht ersetzbar. Um eine unnötige doppelte Diagnostik zu vermeiden, empfiehlt der DVO daher als Regelfall die DXA Messung.